Schinken und Bluthochdruck: 6 Tricks, um nicht auf Pata Negra Schinken verzichten zu müssen

Das erste Ergebnis, das einem angezeigt wird, wenn man googelt, was man gegen hohen Bluthochdruck unternehmen kann lautet: „Vermeidet man in solchen Fällen salzreiche Speisen und schafft es damit, die tägliche Kochsalzzufuhr auf unter 6 g zu verringern, lässt sich auf diese Weise ein erhöhter Blutdruck oft deutlich senken“. Bedeutet dies, dass wir ab einem gewissen Alter Schinken aus unserer Ernährung streichen müssen? Die Antwort hängt vom individuellen Fall ab (oder davon, ob Sie auf Ihren Arzt hören), aber hier sind ein paar Tricks, die es sich auszuprobieren lohnt, bevor man radikal verzichtet.

1. Weniger essen

Schinken ist im Erwachsenenalter – genauso wie Schokolade – ein überflüssiges Lebensmittel. Das soll heißen, dass er dem Körper nichts zuführt, das man nicht auch über weniger salzhaltige Lebensmittel zu sich nehmen könnte. Er schmeckt unglaublich gut, was natürlich ein Argument ist, doch wir würden theoretisch auch ohne ihn auskommen. Daher könnten Sie zunächst die Menge verringern, die Sie verzehren. Wie wir bereits in einem anderen Artikel angegeben haben, empfehlen Experten, nicht mehr als zwei- oder dreimal pro Woche luftgetrockneten Schinken zu konsumieren.

Der Schinken ist auch in Scheiben und in Packungen zu 100 Gramm erhältlich. Auf diese Weise fällt die Dosierung leichter, als wenn man den gesamten Schinken in der Küche stehen hat und das Gefühl hat, er würde einem zuflüstern: „Komm schon, schneide dir eine Scheibe Schinken ab. Gönne es dir, ich schmecke köstlich“.

2. Auf Bellota-Schinken umsteigen

Das dank des gemäßigteren Konsums Eingesparte könnte verwendet werden, um in einen qualitativ hochwertigeren Schinken zu investieren. Bellota-Schinken vom Schwarzklauenschwein (Pata Negra) hat einen geringeren Salzanteil und das Fett ist außerdem gesünder als das vom Serrano-Schinken. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

3. Bei anderen Lebensmitteln mit dem Salz sparen

Etwas, das ich von meinen Eltern gelernt habe, ist, dass man an dem Tag, an dem man ein bisschen Schinken isst, die anderen Lebensmittel weniger oder gar nicht salzt: Salat, Fisch, Suppe… Auf diese Weise überschreitet man die empfohlene Tagesdosis nicht.

Wenn es als Vorspeise zum Beispiel Linsen gibt, gibt es als Hauptspeise etwas mit wenig Protein. Man kann sich einfach für Lebensmittel entscheiden, die von Natur aus salz- und fettarm sind. Glücklicherweise ist heutzutage der Natriumanteil pro 100 Gramm auf allen Verpackungen angegeben.

4. Mit kaliumreichen Lebensmitteln kombinieren

Dieses Mineral wirkt einigen der schädlichen Auswirkungen, die Salz auf den Blutdruck hat, entgegen: Zitrusfrüchte (Orangen), Trauben, Karotten, Kartoffeln, Spinat…

5. Nicht rauchen, weniger Alkohol und Kaffee trinken

Schinken passt perfekt zu Getränken wie Bier. Der Alkoholgehalt von Bier ist viel niedriger als der von Wein und es wird typischerweise zum Pata Negra Schinken getrunken.

Tabak und Kaffee können nicht nur den Blutdruck plötzlichen ansteigen lassen, sondern sind außerdem die natürlichen Feinde des Schinkens: Sie heben seinen Geschmack und sein Aroma auf.

6. Sport treiben

Sehen Sie den Schinken als Belohnung für eine kurze Trainingseinheit im Fitnessstudio oder für einen etwas ausgedehnteren Spaziergang im Park. Ihre Arterien und Ihre Geschmacksknospen werden es Ihnen danken.

Andererseits wurde in den letzten Jahren die Verteufelung von Salz im Zusammenhang mit Bluthochdruck in Frage gestellt. Es scheint, dass die Annahme „wenn man Bluthochdruck hat, sollte man seinen Salzkonsum einschränken“ sehr einseitig ist und dass die Realität viel komplexer aussieht, wie in diesem Artikel (in Spanisch) ausführlich erläutert wird.

Es lohnt sich wirklich diese Tipps zu beachten, um so weiterhin seinen Schinken genießen zu können, der ja vielerlei wohltuende Eigenschaften für Körper und Geist hat. Er ist eine Quelle des Glücks und vor allem zu Weihnachten ein zentrales Element unserer Kultur.

Rezept für eine Brühe aus Schinkenknochen

Auch wenn Ihr Serrano Schinken fast alle ist, können Sie ihn immer noch zu etwas gebrauchen, z.B. für eine leckere Brühe oder eine kräftige Soße für Fleischgerichte. Das im Knochen enthaltene Knochenmark und die kleinen Fleischstückchen, die trotz sorgfältigem Aufschnitt am Konchen geblieben sind, sind sehr schmackhaft und nahrhaft (Vitamine, Mineralien, essenzielle Fettsäuren…). Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie dies mit wenig Mühe und geringem finanziellen Aufwand nutzen können.

Hausgemachte Brühe

Hausgemachte Brühe

Zutaten (für 1 Liter Brühe):

  • 500 g Serrano oder Iberico Schinkenknochen
  • 2 Liter Wasser
  • 1 Karotte
  • 1 Lauchstange oder 1 kleine Zwiebel
  • 1 Kartoffel
  • 250 g Kürbis
  • 1 Stängel Sellerie
  • Wahlweise: etwas Petersilie, 2 Lorbeerblätter, ein Stück Steckrübe, ein halber Kohlkopf, eine Schweinpfote und 500 g Knochen vom Rind, Lamm oder Huhn.
  • KEIN SALZ HINZUGEBEN. Da der Schinken bereits etwas Salz enthält, empfiehlt es sich zu warten, bis die Brühe fertig ist, um nach Belieben zu salzen.

Zubereitung:

Der Schinken enthält etliche Knochen – am besten sucht man die Stellen, wo sie aufeinandertreffen, und schneidet die Bänder mit einem Küchenmesser durch (Foto 1). Dann können die größeren Knochenstücke mit einer Säge oder einem Hackmesser zerteilt werden.

Die Konchenstücke müssen frei von Haut und so gut wie frei von ranzigem Fett sein (Foto 2).

Das Gemüse in Stücke schneiden (Foto 3) und alles zusammen in einen Topf mit kaltem Wasser geben. Bei starker Flamme erhitzen, bis es beginnt zu kochen, dann 2 bis 4 Stunden bei schwacher Flamme weiterköcheln (Foto 4). Je länger man es köcheln lässt, desto stärker wird das Aroma. Alle 60 Minuten den sich bildenden Schaum entfernen (Foto 5), um den Kaloriengehalt zu senken.

Abschließend die Brühe sieben (Foto 6) und sie einige Stunden abkühlen lassen. Wenn sie Zimmertemperatur erreicht hat, weitere 2 oder 3 Stunden in den Kühlschrank stellen und anschließend die Fettschicht, die sich auf der Oberfläche gebildet hat (Foto 7), entfernen – dadurch erhält man eine leichtere und bekömmlichere Brühe. Zu guter Letzt die Brühe erneut durch ein Sieb sieben, oder – falls Sie die Brühe sehr hell mögen – durch ein dünnes Tuch (Foto 8).

Die Bänder durchschneiden, um die Schinkenknochen voneinander zu trennen
1. Die Bänder durchschneiden, um die Schinkenknochen voneinander zu trennen.
Von links nach rechts: Knochen und Rippen vom Rind, Schinkenknochen und Hühnergerippe
2. Von links nach rechts: Knochen und Rippen vom Rind, Schinkenknochen und Hühnergerippe.
Zerkleinertes Gemüse
3. Zerkleinertes Gemüse.
Topf mit allen Zutaten
4. Topf mit allen Zutaten.
Schaum Brühe
5. Alle 60 min den entstandenen Schaum entfernen.
Die Brühe sieben und abkühlen lassen, damit das Fett leichter entfernt werden kann
6. Die Brühe sieben und abkühlen lassen, damit das Fett leichter entfernt werden kann.
Das Fett, das sich an der Oberfläche angesammelt hat, entfernen
7. Das Fett, das sich an der Oberfläche angesammelt hat, entfernen.
Brühenfiltrat
8. Die Brühe durch ein Tuch filtern, damit die sie leichter und bekömmlicher wird.

Extra:

Wenn sie eine schmackhaftere Brühe möchten, mixen Sie sie 2 Minuten lang mit einem Pürierstab oder einem Mixer.

Wenn Sie den Fettgehalt verringern möchten, geben 15 Minuten, bevor Sie die Brühe vom Feuer nehmen, ein geschlagenes Eiweiß hinzu.

Geben Sie den Knochen und dem Gemüse eine Hand voll Kichererbsen, Nudeln oder Reis hinzu, um eine seidigere Konsistenz zu erhalten.

 

Dunkler Fond (für Fleischgerichte und Eintöpfe)

Dunkler Fond

Zutaten:

Wie bei der Brühe, plus:

  • 1 Tomate
  • 200 ml Rotwein

Zubereitung:

Die Zubereitung ist die gleiche wie bei der Brühe, nur werden die Zutaten (außer dem Wein) gebacken, bevor sie gekocht werden. So erhalten sie eine dunklere Färbung und ein leicht geröstetes Aroma.

Die zerkleinerten Knochen bei 180º C in den Ofen geben und nach 30 Minuten das Gemüse hinzufügen. Nach 15 Minuten aus dem Ofen holen und mit kaltem Wasser und dem Wein in den Topf geben.