Die im Pata-Negra-Schinken enthaltenen Zusatzstoffe

Bis vor noch ganz kurzer Zeit war der im luftgetrockneten Schinken vorhandene Salzanteil das, was die Konsumenten am meisten beunruhigte. Die WHO empfiehlt eine Tagesration von nicht mehr als 5 Gramm (sogar weniger bei Kindern und Jugendlichen), um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gering zu halten. Allerdings liegt der weltweite Durchschnitt zwischen 8 und 11 Gramm – also bei mehr als dem Doppelten.

Allerdings scheinen inzwischen die darüber hinaus enthaltenen und von den meisten Herstellern verwandten Zusatzstoffe wie Konservierungs-, Antioxidations- und Säureregulierungsmittel generell mehr Ängste und Misstrauen hervorzurufen. In diesem Artikel werden wir versuchen zu erläutern, aus welchem Grund sie benutzt und welche Gesundheitsrisiken damit in Zusammenhang gebracht werden.

Salz

Salt jar
Salz (Foto von Gregory Bourolias)

Salz ist das älteste bekannte Konservierungsmittel. Ohne Salz würde Fleisch schnell verderben. Gleichzeitig ist es aber auch ein Geschmacksverstärker: Ein Schinken mit einem Salzgehalt von weniger als 2,5 % erscheint einem als geschmacklos und weist darüber hinaus eine alles andere als ansprechende Faserung auf.

Pata-Negra-Schinken (jamón ibérico) ist von allen derjenige, der am wenigsten Salz enthält (zwischen 2,5 % und 4,5 %). Danach folgt der Serrano-Schinken (5%), dann der aus Bayonne (5,5 %) und schließlich der aus Parma (5,7 %). Hierbei spielt die Genetik die entscheidende Rolle: Die jeweilige Fettmaserung sowie ein erhöhter pH-Wert erschweren das Eindringen des Salzes.

Zieht man einen Vergleich mit anderen Produkten, so ist der Schinken beispielsweise vergleichbar mit Roquefort-Käse oder Oliven.

Wie bereits in der Einführung erwähnt ist es bewiesen, dass ein übermäßiger Salzgenuss das Risiko der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Krankheiten (Bluthochdruck, Herzinfarkt etc.), aber möglicherweise auch von Nierenversagen und Osteoporose in sich birgt.

Konservierungsmittel

Die bekanntesten Konservierungsmittel sind Kaliumnitrat (E-250) und Natriumnitrit (E-252). Nitrate und Nitrite verwendet man bereits sei hunderten von Jahren. Sie spielen vor allem eine wichtige Rolle in Bezug auf die Gewährleistung mikrobiologischer Sicherheit (insbesondere zum Schutz des Konsumenten vor Botulismus).

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit begrenzt die maximale Menge von Natriumnitrit auf 100 mg/kg und Kaliumnitrat auf 150 mg/kg (Richtlinie 2006/52/EC). Dabei handelt es sich um einen solch geringen Wert, dass die Möglichkeit der Bildung von krebserregenden Nitrosaminen zu vernachlässigen ist. Darüber hinaus ist Schinken auch kein Produkt, das gekocht werden müsste, d.h. er wird auch gar nicht erst der hohen, zum Zustandekommen solch eines Phänomens nötigen Temperatur (130 ºC) ausgesetzt. In dieser Hinsicht ist z.B. Speck viel gefährlicher, da es sich dabei um ein nur kurz geräuchertes Produkt handelt, das normalerweise sehr heiß (150 – 190 ºC) zubereitet wird.

Diese beiden Zusatzstoffe schützen zum einen vor bestimmten Bakterien, beeinflussen aber auch Farbe und Aroma. Dank ihnen wird das Fleisch etwas rötlicher, intensiviert sich der typische Geschmack und vermindern sich ranzige Aromatendenzen.

Fast alle Produkte beinhalten einen (oder auch beide) dieser Konservierungsstoffe. Ausnahmen sind dabei vor allem der Joselito-Schinken wie auch der ökologische Bio-Schinken. Der Wille zum Verzicht auf Zusatzmittel zwingt insbesondere während der ersten 3 Monate, wenn die Gefahr einer mikrobiologischen Verschmutzung am größten ist, zu einer äußerst strengen Kontrolle des Trocknungsprozesses. Außerdem nimmt der Reifeprozess hierbei gewöhnlich eine längere Zeit, d.h. zwischen einem halben und ganzen zusätzlichen Jahr, in Anspruch. Je mehr Wasser einem Schinken entzogen wurde, umso schwerer fällt es Bakterien sich zu vermehren.

Die farbliche Beeinflussung ist beim Ibérico-Schinken eigentlich nicht ausschlaggebend, da der sehr hohe Zinkgehalt dieser Fleischart grundsätzlich eine rötliche Farbe gewährleistet. Deshalb sind die farbgebenden Aspekte der Konservierungsstoffe hier überflüssig.

In Italien wurden sogar schon vor geraumer Zeit bei der Produktion von Parma- und San-Daniele-Schinken alle Zusätze (außer Salz natürlich) aus der Herstellung gestrichen. In der Schweiz ist darüber hinaus der Gebrauch von Natriumnitrit (E-252) generell untersagt.

Antioxidationsmittel

Natriumascorbat (E-301) wird normalerweise zur Reduzierung der nachteiligen Effekte der Konservierungsstoffe zugesetzt, da es die Bildung von Nitrosaminen verringert. Es gilt als unschädliche Substanz, doch ein Konsum von mehr als 10 mg pro Tag kann zu Durchfall und der Bildung von Nierensteinen in den entsprechenden Organen führen.

Säuerungsmittel

Trinatriumcitrat (E-331-iii) birgt keinerlei gesundheitliche Gefahren und es gibt auch keine Grenzwerte bezüglich einer täglich aufnehmbare Menge. Es dient zur Regelung des pH-Wertes (Säure) und Stärkung der Aufgabe der Antioxidationsmittel.

Zucker (oder Laktose bzw. Milchzucker)

Zwar wird er häufig bei der Wurstverarbeitung verwandt, doch im Allgemeinen kaum für Schinken. Damit wird die bittere Note ranzigen Aromas überdeckt.

Insgesamt gesehen ist Salz der schädlichste im Schinken vorhandene Zusatzstoff. Teilt man sich eine Portion (80 Gramm) mit anderen, nimmt man zwischen 1 und 2 Gramm Salz zu sich – d.h. zwischen 20 – 40 % der empfohlenen Tagesmenge. Das entspricht ungefähr dem Konsum von 125 Gramm Brot (ein halbes Baguette oder die Hälfte einer kleinen Brotstange). Was soll man dazu sagen? Also ich für meinen Teil esse lieber kein Brot und dafür die ganze Pata-Negra-Tapa.

Rezept für eine Brühe aus Schinkenknochen

Auch wenn Ihr Serrano Schinken fast alle ist, können Sie ihn immer noch zu etwas gebrauchen, z.B. für eine leckere Brühe oder eine kräftige Soße für Fleischgerichte. Das im Knochen enthaltene Knochenmark und die kleinen Fleischstückchen, die trotz sorgfältigem Aufschnitt am Konchen geblieben sind, sind sehr schmackhaft und nahrhaft (Vitamine, Mineralien, essenzielle Fettsäuren…). Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie dies mit wenig Mühe und geringem finanziellen Aufwand nutzen können.

Hausgemachte Brühe

Hausgemachte Brühe

Zutaten (für 1 Liter Brühe):

  • 500 g Serrano oder Iberico Schinkenknochen
  • 2 Liter Wasser
  • 1 Karotte
  • 1 Lauchstange oder 1 kleine Zwiebel
  • 1 Kartoffel
  • 250 g Kürbis
  • 1 Stängel Sellerie
  • Wahlweise: etwas Petersilie, 2 Lorbeerblätter, ein Stück Steckrübe, ein halber Kohlkopf, eine Schweinpfote und 500 g Knochen vom Rind, Lamm oder Huhn.
  • KEIN SALZ HINZUGEBEN. Da der Schinken bereits etwas Salz enthält, empfiehlt es sich zu warten, bis die Brühe fertig ist, um nach Belieben zu salzen.

Zubereitung:

Der Schinken enthält etliche Knochen – am besten sucht man die Stellen, wo sie aufeinandertreffen, und schneidet die Bänder mit einem Küchenmesser durch (Foto 1). Dann können die größeren Knochenstücke mit einer Säge oder einem Hackmesser zerteilt werden.

Die Konchenstücke müssen frei von Haut und so gut wie frei von ranzigem Fett sein (Foto 2).

Das Gemüse in Stücke schneiden (Foto 3) und alles zusammen in einen Topf mit kaltem Wasser geben. Bei starker Flamme erhitzen, bis es beginnt zu kochen, dann 2 bis 4 Stunden bei schwacher Flamme weiterköcheln (Foto 4). Je länger man es köcheln lässt, desto stärker wird das Aroma. Alle 60 Minuten den sich bildenden Schaum entfernen (Foto 5), um den Kaloriengehalt zu senken.

Abschließend die Brühe sieben (Foto 6) und sie einige Stunden abkühlen lassen. Wenn sie Zimmertemperatur erreicht hat, weitere 2 oder 3 Stunden in den Kühlschrank stellen und anschließend die Fettschicht, die sich auf der Oberfläche gebildet hat (Foto 7), entfernen – dadurch erhält man eine leichtere und bekömmlichere Brühe. Zu guter Letzt die Brühe erneut durch ein Sieb sieben, oder – falls Sie die Brühe sehr hell mögen – durch ein dünnes Tuch (Foto 8).

Die Bänder durchschneiden, um die Schinkenknochen voneinander zu trennen
1. Die Bänder durchschneiden, um die Schinkenknochen voneinander zu trennen.
Von links nach rechts: Knochen und Rippen vom Rind, Schinkenknochen und Hühnergerippe
2. Von links nach rechts: Knochen und Rippen vom Rind, Schinkenknochen und Hühnergerippe.
Zerkleinertes Gemüse
3. Zerkleinertes Gemüse.
Topf mit allen Zutaten
4. Topf mit allen Zutaten.
Schaum Brühe
5. Alle 60 min den entstandenen Schaum entfernen.
Die Brühe sieben und abkühlen lassen, damit das Fett leichter entfernt werden kann
6. Die Brühe sieben und abkühlen lassen, damit das Fett leichter entfernt werden kann.
Das Fett, das sich an der Oberfläche angesammelt hat, entfernen
7. Das Fett, das sich an der Oberfläche angesammelt hat, entfernen.
Brühenfiltrat
8. Die Brühe durch ein Tuch filtern, damit die sie leichter und bekömmlicher wird.

Extra:

Wenn sie eine schmackhaftere Brühe möchten, mixen Sie sie 2 Minuten lang mit einem Pürierstab oder einem Mixer.

Wenn Sie den Fettgehalt verringern möchten, geben 15 Minuten, bevor Sie die Brühe vom Feuer nehmen, ein geschlagenes Eiweiß hinzu.

Geben Sie den Knochen und dem Gemüse eine Hand voll Kichererbsen, Nudeln oder Reis hinzu, um eine seidigere Konsistenz zu erhalten.

 

Dunkler Fond (für Fleischgerichte und Eintöpfe)

Dunkler Fond

Zutaten:

Wie bei der Brühe, plus:

  • 1 Tomate
  • 200 ml Rotwein

Zubereitung:

Die Zubereitung ist die gleiche wie bei der Brühe, nur werden die Zutaten (außer dem Wein) gebacken, bevor sie gekocht werden. So erhalten sie eine dunklere Färbung und ein leicht geröstetes Aroma.

Die zerkleinerten Knochen bei 180º C in den Ofen geben und nach 30 Minuten das Gemüse hinzufügen. Nach 15 Minuten aus dem Ofen holen und mit kaltem Wasser und dem Wein in den Topf geben.

 

6 Gründe, warum Pata Negra de Bellota-Schinken den Appetit fördert

Pata negra Schinkenscheiben

Normalerweise gibt ein Kunde keine Erklärung darüber ab, warum er Bellota Schinken kauft. Alle setzen voraus, dass es einfach deshalb geschieht, weil der Pata-Negra-Schinken hervorragend ist. Immer mehr Menschen erzählen uns aber, dass sie den Schinken kaufen, weil er zu dem Wenigen gehört, auf das sie Appetit haben und ihnen hilft, ein Hungergefühl zu entwickeln.

Die meisten von uns kämpfen mit dem Problem, lieber zu viel als zu wenig essen zu wollen. Doch es gibt auch solche, die Appetitanreger brauchen, da ihnen aufgrund ihrer Appetitlosigkeit wichtige Ernährungswirkstoffe fehlen. Auch einige medizinische Behandlungen wie die Chemotherapie gegen Krebs erzeugen Übelkeit und Appetitlosigkeit. Ferner werden auch Stress, das Fehlen bestimmter Mineralien und verschiedene Verdauungsstörungen mit fehlendem Hungergefühl in Zusammenhang gebracht. Darüber hinaus verspüren manche Menschen sogar ein permanentes Völlegefühl, weshalb für sie essen zur reinen Qual wird.

Deshalb schien es uns sehr interessant, einmal die Gründe herauszufinden, die den Ibérico-insbesondere aber den Bellota-Schinken selbst für Menschen mit defizitären Symptomen so lecker erscheinen lassen. Das ist das Ergebnis:

Deshalb steigert Bellota-Schinken den Appetit

  1. Er ist sehr lecker und gesund
    Der erste Ratschlag zur Appetitsteigerung lautet: Iss, was du am meisten magst! Das heißt, was dir am besten schmeckt. Sollten aufgrund ärztlicher Vorschrift fetthaltige Produkte vermieden werden, entfernt man das Fett und isst nur den mageren Teil. Reiner Ibérico-Schinken (Pata Negra) wie der Cinco Jotas Schinken aus Jabugo, ist normalerweise fettiger als der von gekreuzten Rassen. Der Unterschied ist jedoch nur gering. Der Grad an gesunder Ölsäure liegt hingegen gewöhnlich über dem der Mischtiere. Wir empfehlen: das Reinprodukt (100% reinrassig iberisch).
  2. Er ruft schöne Erinnerungen hervor
    In den meisten Familien gibt es Bellota-Schinken nur zu wichtigen Anlässen: zum Weihnachts- und Silvesteressen oder bei Hochzeit, Taufe, Kommunion… Die Erinnerung an diese schönen Momente im Kreise geliebter Menschen und dem Genuss von Schinken stimuliert den Appetit.
  3. Er verfügt über ein weiches und ansprechendes Aroma
    Anders als andere Nahrungsmittel wie z.B. Käse oder Fisch besitzt Schinken einen subtilen Geruch. Manchmal verursachen starke Gerüche Abwehrreaktionen, weshalb von ihnen in den betroffenen Fällen abgeraten wird. Es empfiehlt sich dann Schinken, zur Vermeidung eines starken Geruchs bei Raumtemperatur und ohne vorherige Erhitzung zu konsumieren. Serrano-Schinken mit einer Reifezeit von mindestens anderthalb Jahren verbreitet ebenfalls einen angenehmen, leicht gerösteten Geruch. Weniger als 12 Monate gereifte Stücke riechen allerdings noch ein bisschen nach Frischfleisch und sind nicht so schmackhaft.
  4. Kein Völlegefühl dank Ballaststoffe
    Die vor allem in Gemüse (1,5 % bei Salat) und Zerealien (2,2 % in Integralreis) vorhandenen Ballaststoffe sind ausschlaggebend für eine ausgeglichene Ernährung, füllen aber sehr (aufgrund von Gasproduktion) und sind schwer zu verarbeiten.
  5. Er unterstützt die Verdauung durch seinen hohen Zinkgehalt
    Neben anderen Funktionen ist dieses Mineral für die Regulierung der Verdauung und eine Vermeidung von Appetitverlust zuständig. Im Allgemeinen befindet es sich in proteinreichen Nahrungsmitteln wie Schweinefleisch und einigen Meeresfrüchten.
  6. Keine lange Vorbereitung
    Fehlender Appetit sowie ein Mangel an Zeit sind für manchen Grund genug, Frühstück, Mittagessen oder Abendessen ausfallen zu lassen. Beim Schinken gibt es keine Entschuldigung: Man öffnet den Kühlschrank, holt eine Packung in Scheiben geschnittenen Schinken heraus und isst ihn einfach. Auch eignet er sich perfekt als Zwischenmahlzeit, da er sich einteilen lässt und zu Reduzierung der Größe der Hauptmahlzeit führt (einige resignieren sogar vor richtig vollen Teller).

Es existieren weitere natürliche Heilmittel zur Erzeugung von Hunger wie beispielsweise Pfefferminz-, Anis- oder Süßholzaufgüsse. Auch gibt es Medizin und Drogen wie Cannabisderivate (Marihuana und Haschisch), die direkt Einfluss auf die für die Appetitstimulierung zuständigen Rezeptoren des Gehirns nehmen. Aber eines ist klar: Bislang wurde nichts erfunden, das so lecker wie der Iberico-Schinken wäre.

Warum hat ein guter Pata-Negra-Schinken keinen salzigen Geschmack?

Stellt man folgende Frage: „Was ist salziger – eine Scheibe Iberico-Schinken Pata Negra de Bellota oder ein Kartoffelchip?“ Dann lautet die Antwort mit fast vollständiger Sicherheit, dass der Kartoffelchip mehr Salz enthält. Selbst dann, wenn vor der Fragestellung Schinken und Chip probiert werden können, wird die Antwort nicht anders ausfallen.

Die Wirklichkeit ist jedoch eine ganz andere: Kartoffelchips aus der Tüte haben normalerweise einen Salzgehalt von ca. 1,5 Gramm auf je 100 Gramm Kartoffeln. Im Vergleich dazu weist der Pata-Negra-Schinken pro 100 Gramm zwischen 3 bis 4,5 Gramm auf. Selbst der Serrano-Schinken mit seinem noch nicht mal 5-%igen Salzgehalt erscheint einem trotz seines nur gering größeren Salzanteils wesentlich salziger als der Bellota-Schinken zu sein.

Ein weiteres Beispiel: Meerwasser besitzt einen Salzgehalt von 3 – 5 %. Dennoch kommt es einem deutlich salziger als Schinken vor.

Was verdeckt das Salz?

Unterstützend wirken dabei Fettbestandteile und Proteine. Wie man weiß, verfügt Ibérico-Schinken über eine große Menge an Fettmaserung. Dabei handelt es sich um die in den Scheiben sichtbaren weißen Adern. Beim Bellota-Schinken löst sich dieses Fett auf, sobald es in den Mund gelangt, und überschwemmt damit sogleich die Geschmacksnerven. Infolgedessen sind die Geschmacksnerven mit dem Fett „beschäftigt“ und dadurch weniger aufnahmebereit für das Salz (d.h. genau genommen für das im Salz enthaltene Natrium).

Außerdem geht das Salz im Laufe der für einen guten Pata-Negra-Schinken erforderlichen Reifedauer von 3 oder 4 Jahren eine Verbindung mit den im Fleisch vorhandenen Proteinen ein. Das wiederum führt zu einer verringerten Beeinflussung der Geschmacksnerven.

Auch wenn der Bellota-Schinken manchmal sogar einen süßlichen Geschmack aufzuweisen scheint, so besitzt er tatsächlich nicht viel weniger Salz als der Serrano-Schinken. Man sollt der Empfehlung der Experten folgen und luftgetrockneten Schinken nicht häufiger als 2- oder 3-mal pro Woche konsumieren. Das entspricht zwischen 100 und 150 Gramm, so dass damit die von der WHO empfohlene Tagesdosis (ETD) von 15 % unterschritten bleibt. Wird der Salzkonsum aber bei anderen Nahrungsmitteln wie beispielsweise Salaten und Suppen etwas eingeschränkt, kann die Ration erhöht werden. Doch dieses Opfer lohnt sich, nicht wahr?